Sonntag, 1. August 2010

OK-JAZZBAND und Karneval

Hallo Freunde,

jetzt schon an Karneval denken? Ja! Viele denken das ganze Jahr an nichts anderes. Bands und Solisten, die im Karneval aktiv sind, beginnen jetzt (oder sind schon dabei), ihre neuen Titel einzuspielen. Im Kölner Raum gibt es eine Fülle von Karnevalsbands. Mir ist in jüngster Zeit aufgefallen, dass doch einige das Handtuch werfen. Die "Kribbelköpp" z.B., eine recht bekannte Gruppe, lösen sich auf. Das haben sie jedenfalls in einer Pressemitteilung gerade bekannt gegeben.
Die Band "Us Em Levve" um Roland Bublitz besteht schon seit April nicht mehr. In anderen Gruppen sind muntere Personalrochaden im Gange. Auch hier ein Beispiel: der Wechsel von Mitgliedern der Band "Zaperlot" zu den "Kläävbotze". Ich denke, diese Beispiele insgesamt haben - jedes auf seine Weise - neben musikalischen und persönlichen Gründen auch etwas mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation zu tun. Es gibt viele Bands, aber nur ein begrenztes Kontingent an Auftrittsmöglichkeiten.
Karnevalsgesellschaften müssen sparen, weil weniger Menschen zu den Sitzungen kommen. Und die drehen auch häufig den Euro um.
Jazzbands sind im Karneval ja kaum anzutreffen. Dabei gibt es eine ursprüngliche Symbiose zwischen Karneval und Jazz. Denkt nur an den Mardi Gras in New Orleans. In Köln fallen mir am ehesten "Papa Joe`s Jazzmen" ein, die auch für kölsche Tön stehen. Dabei könnten sich in der oben beschriebenen Umbruchsituation neue Chancen für Jazzbands im Karneval ergeben.
Das verlangt natürlich, dass sich die Gruppen ein zusätzliches Repertoire an Songs schaffen - entweder schon bekannte Titel oder neue Werke.
Die OK-JAZZBAND jedenfalls analysiert gerade die Entwicklung und kann sich durchaus vorstellen, auf diesem Feld musikalisch mitzumischen. In dieser Sache hört Ihr noch von uns...

Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp

Besucht auch unsere Web-Site: www.ok-jazzband.de

CD "Tribute to Jelly Roll Morton" (iTunes, amazon, spotify)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Schampus-All-Stars in Bonn

Hallo Freunde,

ich hatte Euch schon zweimal kurz über die Schampus-All-Stars berichtet, eine hörenswerte Band.
Morgen ist sie ganz in der Nähe. Deshalb hier ein Hinweis: die Schampus-All-Stars spielen am Freitag, 30. Juli, ab 19.30 Uhr in Bonn im Parkrestaurant Rheinaue. Die OK-JAZZBAND wünscht für die Veranstaltung gutes Wetter, gute Musik und viel Spaß!

Herzlich
Euer Heribert von Stomp

Ein weiterer Tipp: unsere Web-Seite www.ok-jazzband.de

Dienstag, 13. Juli 2010

OK-JAZZBAND und TPOK II

Hallo Freunde,

nun ist die Fußball-WM also vorbei. Mal ehrlich: das Endspiel war über weite Strecken keine Werbung für diese Sportart. Dafür können aber die Afrikaner nichts - womit ich nochmal beim Thema meines vergangenen Blogs wäre. Mein Freund Buddy Yesterday hat mich nämlich gefragt:
"Wenn es doch schon einmal eine OK-Band - in Afrika - gab, weshalb habt Ihr Euch dann auch diesen Namen gegeben - obwohl Ihr doch einen anderen Stil spielt?" Mein lieber Buddy: als wir uns den Namen OK-JAZZBAND gaben, wußten wir natürlich nicht, dass es eine Namensgleichheit in Afrika gab! Davon habe ich erst durch das Internet erfahren. In Wikipedia kann man einiges über die kongolesischen Namensvettern nachlesen. Später hieß die Band dann ja auch TPOK, wie ich schon ausgeführt habe. Das war schon lange Zeit vor unserer eigenen Namensgebung. Also: es besteht überhaupt keine Verwechslungsgefahr. Entscheidend bleibt, dass die Musik OK ist - und zwar jede auf ihre Art!

Soweit für heute.
Herzlich
Euer Heribert von Stomp

Übrigens: besucht doch mal unsere Web-Site www.ok-jazzband.de

Freitag, 9. Juli 2010

OK-JAZZBAND und TPOK

Hallo Freunde,

die Fußballweltmeisterschaft, die erste auf afrikanischem Boden, geht so langsam dem Ende entgegen. Schade, dass keine der einheimischen Mannschaften unter die letzten Vier gekommen ist. Afrika und Europa verbindet ja nicht nur der Fußball. Auch in der Musik gibt es so manche Beziehung. So existierte bereits in den 50er Jahren im Kongo das Orchestre Kinois Jazz, abgekürzt O.K. Jazz, also lange bevor sich die Kölner OK-JAZZBAND etablierte. Der musikalische Kopf der Band war Franco Luambo Makiadi (1938 - 1989). Dieser Gitarrist und Sänger wurde zur Ikone der zentralafrikanischen Popmusik. Er spielte ca. 70 Alben ein. Seine Musik der frühen Jahre wird als schnelle Spielart des Rumba beschrieben. Später kamen einheimische, auch traditionelle, Elemente hinzu, in den 70er Jahren Funk-Einflüsse. Im Lauf der Zeit wurden vor das O.K. noch die Buchstaben T.P. gesetzt. Das steht für "tout puissant", die "Allmächtigen". Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Name "O.K. Jazz" nach anderen Quellen auf die OK-Bar in Kinshasa zurückgeführt wird, die ihren Namen nach einem gewissen Oscar Kashama erhalten hatte. Die OK-JAZZBAND aus Köln spielt natürlich einen anderen Stil als die (Fast)-Namensvettern aus Afrika. Sie hält sich auch nicht für allmächtig. Im Gegenteil.
Aber: wenn gute Musik produziert wird, ganz gleich wo und wie, dann ist das in jedem Fall OK!

Soviel für heute.
Herzlich
Euer Heribert von Stomp

Nachtrag: Südafrika war wirklich ein tolles Gastgeberland für diese Fußball-WM.

Samstag, 12. Juni 2010

OK-JAZZBAND: Pulheim Open II

Hallo Freunde,

unser Auftritt bei Pulheim Open liegt nun schon hinter uns. Er hat sehr viel Spaß gemacht. Nettes Publikum, nette Veranstalter. Leider spielte das Wetter nicht richtig mit. Besonders erfreulich: unsere weniger bekannten Titel, etwas abseits des Dixie-Mainstreams und seiner Standards, kamen gut an: "Megalith Jive", "Papa Tom`s Blues", "Tacker Blues", "Clarinet Dreams", "Your Eyes Are So Blue" und "Black Forest Breakdown". Das ermuntert uns natürlich, auf diesem Weg fortzufahren. Der traditionelle Jazz braucht einfach, wenn er lebendig bleiben soll, neue musikalische Impulse.

Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp

Dienstag, 8. Juni 2010

OK-JAZZBAND:PulheimOpen

Hallo Freunde,

die OK-JAZZBAND gibt am kommenden Samstag (12. Juni) ein zweistündiges Konzert in Pulheim. Im Rahmen der Open-Air-Veranstaltung "Pulheim Open" präsentiert die Band auf der großen Bühne am Marktplatz ein Programm mit vielen populären Jazztiteln. Ausserdem werden einige Kompositionen gespielt, die noch nicht so bekannt sind, aber zum Markenkern der Band gehören.
Mit dabei sind: Jörg Kuhfuß (Trompete), Martin Beissenhirtz (Posaune), Johannes Zink (Banjo) und Michael Schöneich (Baß). Wir freuen uns schon auf den Auftritt bei hoffentlich gutem Wetter und - wir freuen uns natürlich auf Euch! Übrigens: das große Foto auf unserer Hompage www.ok-jazzband.de entstand im vergangenen Jahr am Rande unseres damaligen Auftritts bei Pulheim Open.

Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp

Montag, 7. Juni 2010

Dr.JazzandHoneyBabe

Hallo Jazzfreunde,

von Jelly Roll Morton ist aus den 20er Jahren - leider - nur ein von ihm gesungener Titel bekannt. Es ist sein berühmter Chorus aus "Dr. Jazz". Kritiker merken heutzutage an, dass von "gesungen" eigentlich nicht die Rede sein kann. Treffender wäre hier in der Tat der Ausdruck "geshouted". Jelly "ruft" den Text, so als wäre er der Meinung, andernfalls könne ihn die Telefonzentrale irgendwo im nirgendwo gar nicht hören. Schließlich war das Telefon noch ein relativ junges Medium, und es war keineswegs selbstverständlich, mal eben eine Verbindung rund um den Erdball herzustellen. Insofern ist sein Vortrag wirklich adäquat.
Für mich ist "Dr. Jazz" eine der faszinierendsten Aufnahmen dieser Zeit überhaupt, ein Meisterwerk, in dem Jelly`s Vocal integrativer, sorgfältig kalkulierter Bestandteil ist. Bekanntlich nahmen die "Red Hot Peppers", Jelly Roll Mortons`s Studio-Band, den Titel am 16. Dezember 1926 auf. Ich vermute, dass Morton in den 20ern mindestens zwei weitere Gesangsnummern eingespielt hat. In New York setzte er ab 1928 seine Aufnahmetätigkeit mit den "Red Hot Peppers" - in anderen Besetzungen - fort. Am 11. Juni entstanden die Einspielungen "Georgia Swing", "Kansas City Stomp", "Shoe Shiner`s Drag", "Boogaboo", "Shreveport Stomp" und "Mournful Serenade". Zwei weitere Titel dieser Session blieben unveröffentlicht: "Honey Babe" und "Sidewalk Blues". Sie gelten heute als unauffindbar. Beide Werke sind mit Text versehen. Für den "Sidewalk Blues" schrieb Walter Melrose, der auch "Dr. Jazz" textete, die Worte. Für "Honey Babe" - einen volkstümlichen Blues - verfaßte Morton selbst die Lyrics. Der Song wurde im Verlag der Melrose Brothers publiziert. Wenn nun genau diese beiden Titel der Aufnahmesitzung unter Verschluß blieben, läßt dies jedenfalls die Vermutung zu, dass die Record-Company (Victor) mit dem Gesang - und ich gehe davon aus, dass die Nummern gesungen wurden - unzufrieden war. Auf der anderen Seite hatte Morton mit seinem "geshouteten" Gesang in "Dr. Jazz" einen veritablen Hit gelandet. Weshalb also jetzt die Vorbehalte? Bleiben -neben anderen - zwei naheliegende Erklärungen: entweder waren die Aufnahmen qualitativ (aufnahmetechnisch) nicht zufriedenstellend, oder aber der Text fand bei den Verantwortlichen keinen Gefallen. Wie auch immer: wirklich schade, dass es für den Sänger Jelly Roll Morton aus den 20er Jahren so gut wie keine Belege gibt. Übrigens: die OK-JAZZBAND hat sich fest vorgenommen, den verschollenen Titel "Honey Babe" zu neuem Leben zu erwecken...

Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp