Hallo Freunde,
in meinem vergangenen Beitrag hatte ich Euch, wie schon öfters zum Jahreswechsel, eine Rangliste der Highlights in diesem Blog präsentiert: die zehn am häufigsten aufgerufenen Posts.
Mein alter Freund Buddy Yesterday war aber - wie fast schon zu erwarten - wieder einmal nicht zufrieden. Ob es denn nicht etwas mehr an Statistik sein könne? Ihr müsst wissen, dass Buddy ein wahrer Statistik-Freak ist. Nun gut. Ich habe da noch etwas. Wie wäre es mit den Plätzen 11 - 20 in der Rangfolge der meistangeklickten Beiträge? Hier sind sie:
11) OK-JAZZBAND und Karneval vom 01.08.2010
12) OK-JAZZBAND grüßt Pulheimer Weinfest (12.09.10)
13) Jazz-Gang-Cologne im Marienbild (06.03.13)
14) OK-JAZZBAND: Opladener Jazzcompany (03.06.11)
15) Gerhard "Doggy" Hund (21.04.1943-05.09.2015) vom 19.09.2015
16) OK-JAZZBAND und Cologne-Jass-Society (27.10.10)
17) OK-JAZZBAND und Jazz-Freunde Köln (08.08.10)
18) Cologne-Dixieland-Company (CDC) (21.03.15)
19) Brauhaus Beuel (17.02.11)
20) Alexander`s Ragtime Band (21.02.15)
Hier bestätigt sich: Beiträge über Bands und Ereignisse der regionalen Jazzszene werden besonders häufig aufgerufen. Und zweitens: viele schon vor Jahren verfasste Posts werden auch heute noch regelmäßig gelesen und haben deshalb "aus Altersgründen" einen Vorsprung vor den Artikeln aus jüngster Zeit.
Und noch eine Zahl für Dich, lieber Buddy: Bisher wurde der (ich sage ja "der" und nicht "das") Blog der OK-JAZZBAND 28.609 mal angeklickt. Das freut mich und natürlich hoffe ich, dass dieser Zuspruch auch so bleibt.......
www.ok-jazzband.de
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
Montag, 8. Januar 2018
Mittwoch, 3. Januar 2018
Semmel`s Hot Shots - Number One
Hallo Freunde,
willkommen im Jahr 2018. Die OK-JAZZBAND wünscht Euch alles Gute. Bleibt optimistisch, gut gelaunt und habt weiterhin Freude an der Musik, die uns verbindet.
Zum Jahreswechsel halte ich ja ganz gern Rückschau auf die Beiträge in der Vergangenheit. Ich schaue mir an, welche Posts besonders häufig geklickt wurden und ziehe daraus Rückschlüsse, welche Themen bei den Lesern Anklang finden. Es liegt in der Natur der Sache, dass länger zurückliegende Beiträge aufgrund ihres Vorlaufs ganz oben in der Skala anzutreffen sind. Dies zeigt zugleich, dass viele Posts keine "Eintagsfliegen" sind, sondern oft über Jahre hinweg kontinuierlich Leser finden. Wie die Rangliste ausweist, sind dies in erster Linie Artikel über Band. der regionalen Jazzszene. Hier also die Hitliste der zehn bisher am häufigsten geklickten Posts:
1) Semmel`s Hot Shots Bonn (vom 06. April 2011).
2) Ich brauche keine Millionen (04. Januar 2012).
3) Mülheimer-Jazz-Club (20. April 2011)
4) Em Streckstrump (13. September 2010)
5) Papa Tom`s Jazz GmbH (01. Juni 2013)
6) Heinz-Josef Thissen ist tot (19. August 2014)
7) Dixie Devils (06. Februar 2011)
8) Dreamboat Ramblers (10. September 2011)
9) Brauhaus Päffgen (03. April 2011)
10) Climax-Band-Cologne (23. März 2011)
Beiträge zur Trad.-Jazzszene - rheinisch, westfälisch und darüber hinaus - werden somit auch weiter einen Schwerpunkt dieses Blogs bilden. Aber natürlich werdet Ihr hier auch weiterhin Einlassungen zur Jazzgeschichte, zu Aufnahmen, zu einzelnen Kompositionen usw. finden - so wie Ihr es von dieser Stelle gewohnt seid. Lasst Euch überraschen........
www.ok-jazzband.de
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
willkommen im Jahr 2018. Die OK-JAZZBAND wünscht Euch alles Gute. Bleibt optimistisch, gut gelaunt und habt weiterhin Freude an der Musik, die uns verbindet.
Zum Jahreswechsel halte ich ja ganz gern Rückschau auf die Beiträge in der Vergangenheit. Ich schaue mir an, welche Posts besonders häufig geklickt wurden und ziehe daraus Rückschlüsse, welche Themen bei den Lesern Anklang finden. Es liegt in der Natur der Sache, dass länger zurückliegende Beiträge aufgrund ihres Vorlaufs ganz oben in der Skala anzutreffen sind. Dies zeigt zugleich, dass viele Posts keine "Eintagsfliegen" sind, sondern oft über Jahre hinweg kontinuierlich Leser finden. Wie die Rangliste ausweist, sind dies in erster Linie Artikel über Band. der regionalen Jazzszene. Hier also die Hitliste der zehn bisher am häufigsten geklickten Posts:
1) Semmel`s Hot Shots Bonn (vom 06. April 2011).
2) Ich brauche keine Millionen (04. Januar 2012).
3) Mülheimer-Jazz-Club (20. April 2011)
4) Em Streckstrump (13. September 2010)
5) Papa Tom`s Jazz GmbH (01. Juni 2013)
6) Heinz-Josef Thissen ist tot (19. August 2014)
7) Dixie Devils (06. Februar 2011)
8) Dreamboat Ramblers (10. September 2011)
9) Brauhaus Päffgen (03. April 2011)
10) Climax-Band-Cologne (23. März 2011)
Beiträge zur Trad.-Jazzszene - rheinisch, westfälisch und darüber hinaus - werden somit auch weiter einen Schwerpunkt dieses Blogs bilden. Aber natürlich werdet Ihr hier auch weiterhin Einlassungen zur Jazzgeschichte, zu Aufnahmen, zu einzelnen Kompositionen usw. finden - so wie Ihr es von dieser Stelle gewohnt seid. Lasst Euch überraschen........
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Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
Samstag, 30. Dezember 2017
25 Jahre Lutzemanns Jatzkapelle
Hallo Freunde,
ich halte gerade die CD "13 Jahre Lutzemann`s Jatzkapelle" in der Hand. 13 Jahre, das ist nach herkömmlichen Vorstellungen eine eher ungewöhnliche Jubiläumszahl. Aber "Lutzemann`s Jatzkapelle" war immer schon etwas anders, wie ja auch die Schreibweise zeigt.
Die CD enthält 14 Titel (es hätten natürlich auch 13 sein können): "Royal Garden Blues", "Oh Sister, Ain`t That Hot ?", Mein Kleiner Grüner Kaktus", Way Down Yonder In New Orleans", "Shine On, Harvest Moon", "You Are My Sunshine", "Bahamas Swing", "Goin` Home", "Swing That Music", "I Found A New Baby", "My Gal Sal", "I Call The Lord For Help", "I´ve Got Rocks In My Bed" und "Nobody`s Child". Also eine bunte Palette, die auch eine Eigenkomposition enthält. "Bahamas Swing" stammt aus der Feder des Bandleaders Lutz Eikelmann.
Seit dem Erscheinen dieser CD ist schon wieder ein Dutzend Jahre ins Land gegangen. Und nun haben wir es mit dem 25jährigen Bandjubiläum zu tun. Die Gruppe hat also in den für den traditionellen Jazz nicht leichten Zeiten wacker durchgehalten. Gratulation. Ihre Musik ist in all den Jahren ein Eckstein im Mosaik der Trad-Bands gewesen.
Lutz Eikelmann hat eine Reihe von Konzerten unter die Jubiläumsüberschrift gestellt. Am 02. Januar 2018 gastiert die "Jatzkapelle" im Storckshof in Dortmund-Großbarop. Am 13. Januar folgt ein Auftritt im Café Sperrmüll in Düsseldorf Bilk. Im Februar sind zwei weitere Auftritte angesetzt - und zwar im Brauhaus Urfels in Duisburg-Walsum (11.02.) und im Jazzclub Mülheim an der Ruhr (16.02.). Details (Adressen, Uhrzeiten) findet Ihr auf der Homepage von Lutz Eikelmann. Der Button "Termine" wird laufend um weitere Bandaktivitäten ergänzt.
Bleibt mir, Lutz und seinen Musikern alles Gute für die Zukunft zu wünschen - sagen wir, für die nächsten 25 Jahre.............
www.ok-jazzband.de
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
ich halte gerade die CD "13 Jahre Lutzemann`s Jatzkapelle" in der Hand. 13 Jahre, das ist nach herkömmlichen Vorstellungen eine eher ungewöhnliche Jubiläumszahl. Aber "Lutzemann`s Jatzkapelle" war immer schon etwas anders, wie ja auch die Schreibweise zeigt.
Die CD enthält 14 Titel (es hätten natürlich auch 13 sein können): "Royal Garden Blues", "Oh Sister, Ain`t That Hot ?", Mein Kleiner Grüner Kaktus", Way Down Yonder In New Orleans", "Shine On, Harvest Moon", "You Are My Sunshine", "Bahamas Swing", "Goin` Home", "Swing That Music", "I Found A New Baby", "My Gal Sal", "I Call The Lord For Help", "I´ve Got Rocks In My Bed" und "Nobody`s Child". Also eine bunte Palette, die auch eine Eigenkomposition enthält. "Bahamas Swing" stammt aus der Feder des Bandleaders Lutz Eikelmann.
Seit dem Erscheinen dieser CD ist schon wieder ein Dutzend Jahre ins Land gegangen. Und nun haben wir es mit dem 25jährigen Bandjubiläum zu tun. Die Gruppe hat also in den für den traditionellen Jazz nicht leichten Zeiten wacker durchgehalten. Gratulation. Ihre Musik ist in all den Jahren ein Eckstein im Mosaik der Trad-Bands gewesen.
Lutz Eikelmann hat eine Reihe von Konzerten unter die Jubiläumsüberschrift gestellt. Am 02. Januar 2018 gastiert die "Jatzkapelle" im Storckshof in Dortmund-Großbarop. Am 13. Januar folgt ein Auftritt im Café Sperrmüll in Düsseldorf Bilk. Im Februar sind zwei weitere Auftritte angesetzt - und zwar im Brauhaus Urfels in Duisburg-Walsum (11.02.) und im Jazzclub Mülheim an der Ruhr (16.02.). Details (Adressen, Uhrzeiten) findet Ihr auf der Homepage von Lutz Eikelmann. Der Button "Termine" wird laufend um weitere Bandaktivitäten ergänzt.
Bleibt mir, Lutz und seinen Musikern alles Gute für die Zukunft zu wünschen - sagen wir, für die nächsten 25 Jahre.............
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Heribert von Stomp
Montag, 20. November 2017
FAZ-Clarinet
Hallo Freunde,
mehr zufällig fiel mir dieser Tage eine alte Notenausgabe in die Hand. Sie enthält Beispiele für die Stile von 13 Klarinettisten, die sich überwiegend der Swing-Ära zuordnen lassen bzw. auch in der Swing-Zeit eine Rolle spielten:
Barney Bigard, Hank d` Amico, Buddy de Franco, Irving Fazola, Benny Goodman, Edmond Hall, Woody Herman, Joe Marsala, Matty Matlock, Eddie Miller, Jimmie Noone, Pee Wee Russell und Artie Shaw.
Mancher Name ist heute nicht mehr jedem Jazzfreund unbedingt geläufig. Wenn man sich aber mit diesen Musikern näher beschäftigt, wird deutlich, dass es in der Swing-Ära neben Goodman und Shaw eine ganze Reihe ebenfalls beachtlicher Klarinettisten gab, deren Musik auch heute noch hörenswert ist. In etlichen Fällen waren sie Grenzgänger zwischen Swing und seinen Vorläufern.(Natürlich ließen sich zu den genannten Namen noch weitere hinzufügen).
Einer dieser Klarinettisten war Irving Fazola, genannt Faz, geboren als Irving Henry Prestopnik am 10. Dezember 1912 in New Orleans. Der Name "Fazola" soll von der italienischen Tonleiter "Fa-So-La" usw. herrühren. Auf "YouTube" oder auf den diversen Musikplattformen kann man sich leicht ein Bild von Stil und Technik Fazolas machen. Nur zu empfehlen.
Ich will jetzt nicht alle Stationen im künstlerischen Schaffen von Irving Fazola aufzählen. Nur soviel:
sein fließender, eleganter Stil ist gut zu hören und vermittelt eine Fülle von Anregungen auch für heutige Musiker. Natürlich ist dem Spiel Fazolas anzumerken, dass er durch die Schule der Big-Bands in der Swing-Ära gegangen ist. Fazola spielte auch bei Glenn Miller und Bob Crosby. Manchem mag der Stil deshalb zu wenig geerdet - oder andersherum: zu glatt - sein. Ich fühle mich durch die virtuose Geläufigkeit, die nach meinem Eindruck aber kein Selbstzweck ist, vollauf entschädigt. 1940 und 1941 überflügelte Fazola in den Down Beat Polls sogar Goodman und Shaw.
Als exzellenter Techniker mit swinggeglättetem New-Orleans-Feeling waren natürlich die kleinen Formationen, die Bands in der Band der Swing-Ära,für ihn genau der passende Rahmen, also etwa die "Bob Cats" des Bob-Crosby-Orchesters.
Leider blieb sein stilistischer Einfluss begrenzt. Fazola starb schon 1949. Viel von seinem Stil findet sich aber nach meiner Einschätzung bei Pete Fountain wieder, der leider ja ebenfalls vor einiger Zeit gestorben ist. In meiner Notenausgabe ist Fazola übrigens mit dem "Clarinet Blues" vertreten, einer Nummer, die seine stilistischen Eigentümlichkeiten prägnant zum Ausdruck bringt........
www.ok-jazzband.de
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Herzlich Euer
Heribert von Stomp
mehr zufällig fiel mir dieser Tage eine alte Notenausgabe in die Hand. Sie enthält Beispiele für die Stile von 13 Klarinettisten, die sich überwiegend der Swing-Ära zuordnen lassen bzw. auch in der Swing-Zeit eine Rolle spielten:
Barney Bigard, Hank d` Amico, Buddy de Franco, Irving Fazola, Benny Goodman, Edmond Hall, Woody Herman, Joe Marsala, Matty Matlock, Eddie Miller, Jimmie Noone, Pee Wee Russell und Artie Shaw.
Mancher Name ist heute nicht mehr jedem Jazzfreund unbedingt geläufig. Wenn man sich aber mit diesen Musikern näher beschäftigt, wird deutlich, dass es in der Swing-Ära neben Goodman und Shaw eine ganze Reihe ebenfalls beachtlicher Klarinettisten gab, deren Musik auch heute noch hörenswert ist. In etlichen Fällen waren sie Grenzgänger zwischen Swing und seinen Vorläufern.(Natürlich ließen sich zu den genannten Namen noch weitere hinzufügen).
Einer dieser Klarinettisten war Irving Fazola, genannt Faz, geboren als Irving Henry Prestopnik am 10. Dezember 1912 in New Orleans. Der Name "Fazola" soll von der italienischen Tonleiter "Fa-So-La" usw. herrühren. Auf "YouTube" oder auf den diversen Musikplattformen kann man sich leicht ein Bild von Stil und Technik Fazolas machen. Nur zu empfehlen.
Ich will jetzt nicht alle Stationen im künstlerischen Schaffen von Irving Fazola aufzählen. Nur soviel:
sein fließender, eleganter Stil ist gut zu hören und vermittelt eine Fülle von Anregungen auch für heutige Musiker. Natürlich ist dem Spiel Fazolas anzumerken, dass er durch die Schule der Big-Bands in der Swing-Ära gegangen ist. Fazola spielte auch bei Glenn Miller und Bob Crosby. Manchem mag der Stil deshalb zu wenig geerdet - oder andersherum: zu glatt - sein. Ich fühle mich durch die virtuose Geläufigkeit, die nach meinem Eindruck aber kein Selbstzweck ist, vollauf entschädigt. 1940 und 1941 überflügelte Fazola in den Down Beat Polls sogar Goodman und Shaw.
Als exzellenter Techniker mit swinggeglättetem New-Orleans-Feeling waren natürlich die kleinen Formationen, die Bands in der Band der Swing-Ära,für ihn genau der passende Rahmen, also etwa die "Bob Cats" des Bob-Crosby-Orchesters.
Leider blieb sein stilistischer Einfluss begrenzt. Fazola starb schon 1949. Viel von seinem Stil findet sich aber nach meiner Einschätzung bei Pete Fountain wieder, der leider ja ebenfalls vor einiger Zeit gestorben ist. In meiner Notenausgabe ist Fazola übrigens mit dem "Clarinet Blues" vertreten, einer Nummer, die seine stilistischen Eigentümlichkeiten prägnant zum Ausdruck bringt........
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Heribert von Stomp
Montag, 6. November 2017
OK-JAZZBAND: Cannon Ball Blues
Hallo Freunde,
dieser Tage habe ich mir mal wieder den "Cannon Ball Blues" zu Gemüte geführt, die berühmte Aufnahme von Jelly Roll Morton`s Red Hot Peppers vom 16. Dezember 1926. Für mich gehört diese Einspielung zu den stimmigsten Aufnahmen Jelly`s. Dabei meine ich das Wort "stimmig" in einem doppelten Sinn: das Werk ist in sich von hoher Geschlossenheit und es spricht mich mit sehr viel Gefühl an. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil für Morton - so sehe ich es jedenfalls - der Blues doch eher eine formale Kategorie war.
Auch in anderer Hinsicht fällt der "Cannon Ball Blues" aus dem Rahmen der elf klassischen Einspielungen von September bis Dezember 1926. Es ist das einzige Stück - soweit ich sehe -, von dem keine Orchestration herausgegeben wurde. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es ja das Geschäftsmodell der Melrose-Brothers war - der Verleger, die die Red-Hot-Peppers-Sessions initiiert hatten -, über die Plattenaufnahmen den Absatz von Piano-Versionen, vor allem aber gedruckter Arrangements zu forcieren. Vom Cannon Ball Blues existiert aber nur eine gedruckte Piano-Version.
Vielleicht schaffte es die Nummer ja ins Aufnahmestudio, weil einer der Autoren Marty Bloom, der stille Teilhaber der Melrose-Brothers, war, der übrigens auch für die diversen Vaudeville-Effekte der anderen Red-Hot-Peppers-Aufnahmen zuständig und wohl der Producer bei den Sessions war. Damit sind wir bei einer weiteren Besonderheit: der "Cannon Ball Blues" ist der einzige Red-Hot-Peppers-Titel von 1926, der neben Morton einen Co-Komponisten nennt. (Fünf Titel stammten ja bekanntlich nicht aus Jelly`s Feder). Auf der Piano-Sheet-Version sind drei Autoren genannt: Charlie Rider, Marty Bloom und Morton. Rider wird im Archiv der Plattengesellschaft Victor als "Songwriter" geführt. Demnach teilen sich Bloom und Morton die Urheberschaft als Komponisten.
Ein Text des "Cannon Ball Blues" ist mir allerdings nicht bekannt. Die Piano-Version enthält keine Verse. Auch die Aufnahme ist ja bekanntlich rein instrumental. Vielleicht erklärt sich aber aus dem - nicht verfügbaren - Text der Titel des Stücks. Denn die Überschrift "Kanonenkugel-Blues" will nicht so recht zu dem stimmungsvollen Stück passen. Es sei denn, man interpretiert die im ersten Chorus (Eb-Dur) gespielten Kornett-Phrasen als abgefeuerte Kugeln oder die auf- und absteigenden zweitaktigen Phrasen im zweiten (Ab-Dur) Bluesteil. Dies schiene mir aber etwas weit hergeholt.Soweit einige formale Informationen. Hinzugefügt sei noch, dass der "Cannon Ball Blues" laut Victor-Archiv im Mai 1927 gemeinsam mit einer weiteren großartigen Aufnahme Morton`s, nämlich "Grandpa`s Spells", veröffentlicht wurde.
Dies soll für heute genügen. Eine Analyse der Aufnahme will ich in nächster Zeit an dieser Stelle vorlegen. Bis dahin eine gute Zeit........
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
dieser Tage habe ich mir mal wieder den "Cannon Ball Blues" zu Gemüte geführt, die berühmte Aufnahme von Jelly Roll Morton`s Red Hot Peppers vom 16. Dezember 1926. Für mich gehört diese Einspielung zu den stimmigsten Aufnahmen Jelly`s. Dabei meine ich das Wort "stimmig" in einem doppelten Sinn: das Werk ist in sich von hoher Geschlossenheit und es spricht mich mit sehr viel Gefühl an. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil für Morton - so sehe ich es jedenfalls - der Blues doch eher eine formale Kategorie war.
Auch in anderer Hinsicht fällt der "Cannon Ball Blues" aus dem Rahmen der elf klassischen Einspielungen von September bis Dezember 1926. Es ist das einzige Stück - soweit ich sehe -, von dem keine Orchestration herausgegeben wurde. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es ja das Geschäftsmodell der Melrose-Brothers war - der Verleger, die die Red-Hot-Peppers-Sessions initiiert hatten -, über die Plattenaufnahmen den Absatz von Piano-Versionen, vor allem aber gedruckter Arrangements zu forcieren. Vom Cannon Ball Blues existiert aber nur eine gedruckte Piano-Version.
Vielleicht schaffte es die Nummer ja ins Aufnahmestudio, weil einer der Autoren Marty Bloom, der stille Teilhaber der Melrose-Brothers, war, der übrigens auch für die diversen Vaudeville-Effekte der anderen Red-Hot-Peppers-Aufnahmen zuständig und wohl der Producer bei den Sessions war. Damit sind wir bei einer weiteren Besonderheit: der "Cannon Ball Blues" ist der einzige Red-Hot-Peppers-Titel von 1926, der neben Morton einen Co-Komponisten nennt. (Fünf Titel stammten ja bekanntlich nicht aus Jelly`s Feder). Auf der Piano-Sheet-Version sind drei Autoren genannt: Charlie Rider, Marty Bloom und Morton. Rider wird im Archiv der Plattengesellschaft Victor als "Songwriter" geführt. Demnach teilen sich Bloom und Morton die Urheberschaft als Komponisten.
Ein Text des "Cannon Ball Blues" ist mir allerdings nicht bekannt. Die Piano-Version enthält keine Verse. Auch die Aufnahme ist ja bekanntlich rein instrumental. Vielleicht erklärt sich aber aus dem - nicht verfügbaren - Text der Titel des Stücks. Denn die Überschrift "Kanonenkugel-Blues" will nicht so recht zu dem stimmungsvollen Stück passen. Es sei denn, man interpretiert die im ersten Chorus (Eb-Dur) gespielten Kornett-Phrasen als abgefeuerte Kugeln oder die auf- und absteigenden zweitaktigen Phrasen im zweiten (Ab-Dur) Bluesteil. Dies schiene mir aber etwas weit hergeholt.Soweit einige formale Informationen. Hinzugefügt sei noch, dass der "Cannon Ball Blues" laut Victor-Archiv im Mai 1927 gemeinsam mit einer weiteren großartigen Aufnahme Morton`s, nämlich "Grandpa`s Spells", veröffentlicht wurde.
Dies soll für heute genügen. Eine Analyse der Aufnahme will ich in nächster Zeit an dieser Stelle vorlegen. Bis dahin eine gute Zeit........
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
Samstag, 21. Oktober 2017
Papa Joe - Jazz im Herbst
Hallo Freunde,
wir haben Herbstferien in Nordrhein-Westfalen. Viele verreisen, viele bleiben aber auch zuhause. Man weiß ja nie so genau, was einen erwartet, wenn man auf Reisen geht.
Für Jazzfreunde, die die ein paar freie Tage haben und nicht auf Achse gehen wollen, ist es eine gute Gelegenheit für einen Abstecher in Papa Joe`s Jazzlokal in der Kölner Altstadt. Ich habe mir einmal das Programm für die kommenden Tage angesehen. Da gibt es jetzt nicht gerade neue Gruppen, aber bewährte Bands, bei denen man in diesem Fall dann doch weiß, was man zu erwarten hat.
Am morgigen Sonntag, 22. Oktober, spielt die "Happy Music Company". Am Montag folgt dann "Swing House" und einen Tag später "Heike Röllig & Friends". Der Mittwoch ist wieder den "Jazz Preachers" vorbehalten. Auch am 26.10., Donnerstag, eine bewährte Band: "Papa Joe`s Jazzmen".
Am Freitag folgen dann die "Red Beans", am 28. Oktober "Listen Here" und am 29. schließlich die "Dixie Devils". (Alle Angaben ohne Gewähr seitens des Verfassers).
Da ist also für ganz unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei. Wenn Ihr also nicht sicher seid, wie ein herbstlicher Oktobertag gut zu verbringen ist, nur zu........
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
wir haben Herbstferien in Nordrhein-Westfalen. Viele verreisen, viele bleiben aber auch zuhause. Man weiß ja nie so genau, was einen erwartet, wenn man auf Reisen geht.
Für Jazzfreunde, die die ein paar freie Tage haben und nicht auf Achse gehen wollen, ist es eine gute Gelegenheit für einen Abstecher in Papa Joe`s Jazzlokal in der Kölner Altstadt. Ich habe mir einmal das Programm für die kommenden Tage angesehen. Da gibt es jetzt nicht gerade neue Gruppen, aber bewährte Bands, bei denen man in diesem Fall dann doch weiß, was man zu erwarten hat.
Am morgigen Sonntag, 22. Oktober, spielt die "Happy Music Company". Am Montag folgt dann "Swing House" und einen Tag später "Heike Röllig & Friends". Der Mittwoch ist wieder den "Jazz Preachers" vorbehalten. Auch am 26.10., Donnerstag, eine bewährte Band: "Papa Joe`s Jazzmen".
Am Freitag folgen dann die "Red Beans", am 28. Oktober "Listen Here" und am 29. schließlich die "Dixie Devils". (Alle Angaben ohne Gewähr seitens des Verfassers).
Da ist also für ganz unterschiedliche Geschmäcker etwas dabei. Wenn Ihr also nicht sicher seid, wie ein herbstlicher Oktobertag gut zu verbringen ist, nur zu........
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Herzlich Euer
Heribert von Stomp
Mittwoch, 11. Oktober 2017
OK-Jazzband: 21. Dellbrücker Jazzmeile
Hallo Freunde,
morgen startet die 21. sogenannte Jazzmeile in Köln-Dellbrück. Der Begriff bringt zum Ausdruck, dass der gesamte Stadtteil Schauplatz unterschiedlichster Aktivitäten in Sachen Jazz ist. 23 Spielorte listet das Programmheft auf, das immerhin 36 Seiten umfasst. 30 Veranstaltungen sind dort angekündigt. Das ist eine beachtliche Zahl, und für die Liebhaber ganz unterschiedlicher Stilrichtungen ist etwas dabei.
Das Opening übernimmt am Donnerstag die Band "Woodhouse" aus Mülheim an der Ruhr. An den folgenden drei Tagen bis Sonntag gibt es ein Feuerwerk von Auftritten diverser Gruppen. Dass die Organisatoren nicht nur einfach Bands nach Köln holen, sondern sich auch um Zeitbezüge bemühen, macht dieses Beispiel deutlich: in der Nacht zum Sonntag spielt die "Atlanta Jazzband" in der Evangelischen Christuskirche das Programm "Atlanta Jazzband Meets Luhter" (Beginn: 23.00 Uhr). Mit Luther-Liedern in eigenen Arrangements wird eine Verbindung zum Luther-Jahr bzw. zum Beginn der Reformation vor 500 Jahren hergestellt. Von solchen Initiativen sollte es mehr geben.
Wieder mit dabei sind am Sonntag die "Cologne Dixieland Steamers", Kölns älteste Dixie-Gruppe, in aktueller Besetzung. Zu hören sind bei der Jazzmeile auch "Ali Claudi & The Groove", das "Subway Jazz Orchestra", "Echoes of Nawlins" und viele andere.
Gut finde ich es auch, wenn Brücken zwischen den Gattungen geschlagen werden: so tritt am Freitag zu einer Lesung des Autors Florian Beckerhoff ("Herrn Haiduks Laden der Wünsche") das Duo Bianca Kerres (voc) und Hans Fücker (piano) auf.
Die Organisatoren des Veranstalters "delljazz" haben sich wieder alle Mühe gegeben, dem Jazz in vielerlei Facetten ein Forum zu geben. Und eine ganze Reihe von Sponsoren erkennt dieses Engagement durch finanzielle Unterstützung oder Bereitstellung von Räumlichkeiten an. Das gibt es in dieser Form nicht alle Tage, und deshalb kann man das Projekt nur ohne wenn und aber unterstützen.
www.ok-jazzband.de
Soviel für heute.
Herzlich Euer
Heribert von Stomp
morgen startet die 21. sogenannte Jazzmeile in Köln-Dellbrück. Der Begriff bringt zum Ausdruck, dass der gesamte Stadtteil Schauplatz unterschiedlichster Aktivitäten in Sachen Jazz ist. 23 Spielorte listet das Programmheft auf, das immerhin 36 Seiten umfasst. 30 Veranstaltungen sind dort angekündigt. Das ist eine beachtliche Zahl, und für die Liebhaber ganz unterschiedlicher Stilrichtungen ist etwas dabei.
Das Opening übernimmt am Donnerstag die Band "Woodhouse" aus Mülheim an der Ruhr. An den folgenden drei Tagen bis Sonntag gibt es ein Feuerwerk von Auftritten diverser Gruppen. Dass die Organisatoren nicht nur einfach Bands nach Köln holen, sondern sich auch um Zeitbezüge bemühen, macht dieses Beispiel deutlich: in der Nacht zum Sonntag spielt die "Atlanta Jazzband" in der Evangelischen Christuskirche das Programm "Atlanta Jazzband Meets Luhter" (Beginn: 23.00 Uhr). Mit Luther-Liedern in eigenen Arrangements wird eine Verbindung zum Luther-Jahr bzw. zum Beginn der Reformation vor 500 Jahren hergestellt. Von solchen Initiativen sollte es mehr geben.
Wieder mit dabei sind am Sonntag die "Cologne Dixieland Steamers", Kölns älteste Dixie-Gruppe, in aktueller Besetzung. Zu hören sind bei der Jazzmeile auch "Ali Claudi & The Groove", das "Subway Jazz Orchestra", "Echoes of Nawlins" und viele andere.
Gut finde ich es auch, wenn Brücken zwischen den Gattungen geschlagen werden: so tritt am Freitag zu einer Lesung des Autors Florian Beckerhoff ("Herrn Haiduks Laden der Wünsche") das Duo Bianca Kerres (voc) und Hans Fücker (piano) auf.
Die Organisatoren des Veranstalters "delljazz" haben sich wieder alle Mühe gegeben, dem Jazz in vielerlei Facetten ein Forum zu geben. Und eine ganze Reihe von Sponsoren erkennt dieses Engagement durch finanzielle Unterstützung oder Bereitstellung von Räumlichkeiten an. Das gibt es in dieser Form nicht alle Tage, und deshalb kann man das Projekt nur ohne wenn und aber unterstützen.
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